đ„Good Practice: Online-Kurs â Benutzung fachspezifischer digitaler Werkzeuge vermitteln
Kurzbeschreibung:
In der Biologie werden vielfĂ€ltige digitale Werkzeuge verwendet, um Daten auszuwerten. Die Studierenden haben im Rahmen dieses Online-Kurses die Möglichkeit, anhand von beispielhaften Werkzeugen deren Verwendung kennenzulernen, anhand von kleinen Praxisbeispielen zu ĂŒben, die Funktionsweise zu verstehen und reflektiert einzusetzen. Wenn die Lerninhalte selbst digitaler Natur sind, ist es nur konsequent sie auch digital zu unterrichten.
FakultÀten/Fachbereiche
Naturwissenschaftliche FakultÀt
Lehrstuhl
Dr. Heiner Busch, Department Biologie
Lehrveranstaltungen
- Seminar
- Ăbung
Zielgruppe
- Bachelor
- Staatsexamen
Didaktische AktivitÀten
- aktivieren/motivieren
- vermitteln/prÀsentieren
Digitale Tools
- Externer Inhalt
- Lernmodul
- Test
- Ăbung
Projektverantwortliche
Dr. Heiner Busch
Zentrale Koordination fĂŒr digitale Lehre (ILI)

Stefanie Gerl
Ausgangssituation
FrĂŒher wurden in der Biologie Objekte gesammelt (z.B. in einem Herbar); inzwischen sind immer mehr Daten verfĂŒgbar, die nicht mehr analog zu verwalten sind. Digitale Werkzeuge nehmen im tĂ€glichen Arbeiten jedes Biologen einen hohen Stellenwert ein. Diese digitalen Werkzeug sind zum GroĂteil ganz spezifisch fĂŒr die Biologie bzw. fĂŒr die wissenschaftliche Herangehensweise. Die Biologie-spezifischen digitalen Werkzeuge kommen nur sehr wenig in der aktuellen Ausbildung vor und mit praktischen Ăbungen noch weniger.
Ziele
Die Studierenden sollen digitale Werkzeuge und deren Einsatzgebiete kennenlernen sowie Funktionsweise und Limitationen verstehen. Studierende sollen lernen, relevante Informationen fĂŒr die eigene Fragestellung zu extrahieren, zu verarbeiten und in digitale Werkzeuge zur Weiterverarbeitung mit anderen Informationen sinnvoll zu kombinieren. Sie sollen den Umgang mit exemplarischen digitalen Werkzeugen praktisch ĂŒben.
Konzepte, Umsetzung, Methoden
Es wurde ein Online-Kurs in StudOn erstellt. Bei dem hier vorgestellten Konzept handelt es sich um ein Lernportfolio, bei welchem das Absolvieren der Ăbungen zur Leistungsbeschreibung des Seminars dazugehört. Das didaktische Konzept fĂŒr die Ăbungen zu digitalen Werkzeugen sieht vor, dass die Studierenden in einem Lernmodul sehr viele, kleinschrittige Ăbungsaufgaben vorgelegt bekommen, die sie nur durch die Anwendung digitaler Werkzeugen lösen können.
Nach Bearbeitung eines Lernmoduls (bei dem 60% der kleinen Aufgaben richtig gelöst werden mĂŒssen) erhalten die Studierenden bei jedem Abschnitt eine AbschlussĂŒbung, die aus einer gröĂeren, umfassenderen Aufgabe besteht. Diese Aufgaben werden korrigiert und stellen, in Form eines Protokolls, die Studienleistung fĂŒr die Lehrveranstaltung dar.
Ein Beispiel fĂŒr kleinschrittige Ăbungsaufgaben. Die Studierenden nutzen 2 Browserfenster. Links sehen Sie das Lernmodul, mit wenig Text und wenig ErklĂ€rungen aber zahlreichen Ăbungsaufgaben.
Die HauptaktivitĂ€t findet im rechten Fenster statt. Hier sehen sie die Website des gerade vorgestellten digitalen Werkzeuges. Nur mit Hilfe dieses Werkzeuges können die Ăbungsaufgaben bearbeitet werden. DarĂŒber hinaus erstellen die Lernenden Abbildungen aus den Daten, die im Rahmen eines Peer-Reviews von der Gruppe beurteilt werden.
Die UnterstĂŒtzung der Studierenden fuĂt auf mehren SĂ€ulen: die Lernenden bekommen bei jeder Eingabe im Kurs eine individuelle RĂŒckmeldung (z.B. konkreten Hinweis, wie er zur richtigen Antwort kommen kann). FĂŒr Fortgeschrittene gibt es (freiwillige) Zusatzaufgaben oder Exkurse mit zusĂ€tzlichen Informationen. Betreut wird der Kurs ĂŒber ein Forum.
Zentrale Serviceangebote und genutzte UnterstĂŒtzung
- Allgemeiner StudOn-Support
- Didaktische Beratung
- Finanzmittel fĂŒr HilfskrĂ€fte
- Konzeptionelle Beratung
Erfahrungen
Es hat sich fĂŒr uns ausgezahlt, den Kurs rein online anzubieten. Von den Studierenden wird es goutiert, dass derart Wichtige und relevante Inhalte online und damit flexibel verfĂŒgbar sind.
FĂŒr uns bedeutet der Kurs einen anhaltend hohen Aufwand: digitale Werkzeuge Ă€ndern sich stĂ€ndig â d.h. mĂŒssen dran bleiben und den Kurs stĂ€ndig auf z.B. neue Versionen anpassen. Der Aufwand fĂŒr gute digitale Lehre wird unterschĂ€tzt!
Feedback zu unseren Kursen haben wir bisher vor allem ĂŒber freie Textfelder eingeholt. Bei jedem Abschnitt haben 25-30% der Studierenden ausfĂŒhrliche, konkrete, konstruktive und kluge Kommentare abgegeben. Anregungen der Studierenden haben wir zum Teil in den laufenden Kurs eingearbeitet.
Weitere Informationen
Es stehen Ihnen Demoversionen der Kurse zur VerfĂŒgung:
âEinstieg in das Arbeiten mit DNA-Sequenzenâ Demoversion
âDigitale Werkzeuge fĂŒr die Biologie â fĂŒr Fortgeschritteneâ Demoversion
Vorstellung des digitalen Lehrprojekts im Rahmen von âTag der Lehre 2019â:
Teaching Evolution- Digitale Lehre in der Biologie (PowerPoint)
Teaching Evolution- Digitale Lehre in der Biologie (PDF)
ZurĂŒck zur Ăbersicht
