đGood Practice: Lehr-Apps â Lehrinhalte mit Simulationen aktiv vertiefen
Kurzbeschreibung:
Studierende vertiefen aktiv Lerninhalte aus dem Bereich der elektrischen Energieversorgung durch die DurchfĂŒhrung von Simulationen mittels Web-Apps.
FakultÀten/Fachbereiche
Technische FakultÀt
Lehrstuhl
Prof. Matthias Luther, Lehrstuhl fĂŒr Elektrische Energiesysteme, Department EEI
Lehrveranstaltungen
- Vorlesung
Zielgruppe
- Bachelor
Didaktische AktivitÀten
- vermitteln/prÀsentieren
Projektverantwortliche
HSTR: Gert Mehlmann / GET: Prof. Matthias Luther
Zentrale Koordination fĂŒr digitale Lehre (ILI)
Dezentrale E-Learning-Koordination
Schlagworte
App
Simulation
Ausgangssituation
Im Bereich der elektrischen Energieversorgung lĂ€sst sich erlebbares Anschauungsmaterial, aufgrund der GröĂe und KomplexitĂ€t der zu untersuchenden Systeme und Betriebsmittel (z.B. Windpark), nur schwer in die Vorlesung integrieren. Des Weiteren ist aus GrĂŒnden der Versorgungssicherheit ein direkter Eingriff in das in Betrieb befindliche Energieversorgungssystem nicht möglich. Simulationen bzw. Simulationsergebnisse bilden deswegen ein wesentliches Werkzeug, um den Studierenden im Rahmen von Vorlesungen, Wissen und Anschauungsmaterial zu vermitteln. Bislang werden in den Vorlesungen nur Simulationsergebnisse prĂ€sentiert. Die Studierenden lernen also nur passiv.
Ziele
ZukĂŒnftig soll den Studierenden die Möglichkeit gegeben werden selber Simulationen durchzufĂŒhren, um so Lerninhalte aktiv zu vertiefen. Die hierzu geplante Entwicklung von Smartphone Apps und gegebenenfalls ergĂ€nzenden Stand-Alone Programmen bieten die Möglichkeit, Betriebsmittel, Inselnetze, Regelungssysteme, usw. spielerisch und zugleich wissenschaftlich fundiert zu erleben. Damit eröffnet der Einsatz von Apps und Stand-Alone Programmen ein gĂ€nzlich neues Kapitel im Bereich der Lehre am Lehrstuhl fĂŒr Elektrische Energiesysteme. Der Einsatz von Apps und Stand-Alone Programmen dient insofern als innovatives Werkzeug, um auf dem Gebiet der elektrischen Energieversorgung eine hochqualifizierte, praxisnahe und nachhaltige Lehre betreiben zu können. Aktuell beschrĂ€nken sich die MaĂnahmen zur Digitalisierung der Lehre speziell auf die Vorlesung Grundlagen der Elektrotechnik (GET), Grundlagen der Elektrischen Energieversorgung (GEEV) und Hochleistungsstromrichter (HSTR). Perspektivisch soll der gesamte Lehrinhalt ĂŒber die MaĂnahme verbessert werden. Zielgruppe sind somit alle Studierende am Lehrstuhl fĂŒr Elektrische Energiesysteme.
Konzepte, Umsetzung, Methoden
Viele Modelle, die in der Lehre zukĂŒnftig als App eingesetzt werden sollen, existieren bereits am Lehrstuhl (z.B. in Matlab) und werden von dem dortigen Personal eingesetzt. Aktuell erfolgt die Umsetzung einiger ausgewĂ€hlter Programme als anwenderfreundliche Web-Apps und Stand-Alone Programme zum Einsatz in der Lehre. Es kann also fĂŒr das Projekt auf bereits bestehenden Software Code aufgebaut werden.
Vorteile bei der Entwicklung von Web-Apps gegenĂŒber nativen Apps sind: Die jeweilige App muss nur einmal entwickelt werden und ist auf verschiedenen EndgerĂ€ten lauffĂ€hig (Smartphone, Tablet, PC). Perspektivisch ist die Einbindung in StudOn möglich. Der Ansatz ist Open Source. Die App belegt auf den Smartphones der Studentinnen und Studenten keinen Speicherplatz. Neben dem Resonanzschwingkreis sind am Lehrstuhl weitere Stand-Alone Programme entstanden die Schrittweise zu Web Apps ĂŒberfĂŒhrt werden sollen. Aktuell wird als zweites ein Programm zur Raumzeigerberechnung als Web-App umgesetzt. Dieses wurde den Studierenden fĂŒr die Vorlesung Hochleistungsstromrichter ĂŒber StudOn als Java-Tool zur VerfĂŒgung gestellt und auch in der Vorlesung eingesetzt.
Zentrale Serviceangebote und genutzte UnterstĂŒtzung
- Didaktische Beratung
- EvaluationsunterstĂŒtzung
- Finanzmittel fĂŒr HilfskrĂ€fte
- Konzeptionelle Beratung
- Netzwerktreffen
Erfahrungen
UrsprĂŒnglich war angedacht die Apps direkt fĂŒr Android und iOS zu entwickeln, der Ansatz ĂŒber WebâApps hat sich aber als zielfĂŒhrender herausgestellt.
Erfolgskriterien
In der ersten Förderphase wurde erkannt, dass das Projekt sich nicht ohne Expertise im Bereich Informatik stemmen lÀsst. Seitdem das Projekt nun mit einer Hilfskraft aus diesem Bereich besetzt ist, lÀuft es entsprechend der angesetzten Projektziele.
Die didaktische Integration der Apps in Vorlesungen und Ăbungen erfolgt durch die verantwortlichen Dozenten und Ăbungsleiter.
Weitere Informationen
Das Projekt wurde im Rahmen des Tag der Lehre 2019: âTeaching in Motion â Digitale Lehre bewegtâ vorgestellt. (PDF)
Förderzeitraum
Oktober 2017 – Dezember 2020
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