🎥KI als Co-Creator – Kreative Lernbegleitung, personalisierte Tutorien und innovative Prüfungsformen mit KI gestalten

Kurzbeschreibung

Prof. Dr. John Bessant, Innovationsforscher und FAU-Ambassador seit 2018, experimentiert mit KI als persönlichem Lehrassistenzsystem und als Lerncoach für Studierende. Dabei nutzt er KI, um Lernmaterial kreativ aufzubereiten, Konzepte in alternative Formate zu übertragen und personalisierte Unterstützung für große heterogene Lerngruppen zu ermöglichen. KI dient ihm als „Co-Pilot“, der Wissen aus seinen Lehrbüchern verarbeitet, Studierende durch komplexe Inhalte begleitet und individuelles Feedback gibt. Ziel ist es, Lehre wieder stärker dialogisch, personalisiert und kompetenzorientiert zu gestalten – so wie es aus früheren Tutorialsystemen bekannt ist, aber mit Unterstützung skalierbarer KI-Tools.

It’s a wonderful opportunity … with AI, I can give students a coach, a personal coach, and that AI can act as their guide through the material. – Prof. Dr. John Bessant

Ausgangssituation

Viele Hochschulfächer – insbesondere im Bereich Innovation, Management und Wirtschaftswissenschaften – sind stark wissens- und textlastig. Lehrende stehen vor großen Gruppen, vielfältigen Hintergründen und sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Gleichzeitig fehlen Zeit und Ressourcen, um jedes einzelne Lernbedürfnis individuell aufzugreifen. Hinzu kommen Herausforderungen durch KI-gestützte Textgenerierung: Studierende nutzen KI bereits intensiv, teilweise unreflektiert oder zur Umgehung von Leistungsnachweisen

„I stand in front of 100 students… and I hope they hear the message in the way they need to hear it. That’s a pretty ambitious expectation.“– – Prof. John Bessant

Ziele

Das Lehrkonzept von Bessant verfolgt mehrere strategische Ziele:

  • Personalisierung ermöglichen: Studierende sollen individuelle Lernwege und kontinuierliches Feedback erhalten.
  • Kreative Transformation von Lernmaterial: KI soll Inhalte in unterschiedliche Formate übersetzen (Simulationen, Spiele, Beispiele).
  • Assessment reformieren: KI soll konstruktives, individuelles Feedback in großem Maßstab ermöglichen.
  • Selbststeuerung und kritisches Denken stärken: Studierende nutzen KI nicht zur Abkürzung, sondern zum vertieften Verständnis.
  • Kompetenzen der Lehrenden erweitern: KI wird als Lernpartner und Innovator in der eigenen Didaktik genutzt.

„What I want is to personalize the learning, but there isn’t enough time in the day. With AI, I can give them a coach.“ – Prof. Dr. John Bessant

Konzepte, Umsetzung, Methoden

Prof. Dr. Bessant nutzt KI als kreativen Co-Piloten: Er speist seine Lehrbücher, Beispiele und Lernentwürfe ein und lässt KI neue Formate entwickeln – Spiele, Simulationen, Rollenspiele oder alternative Visualisierungen. KI dient als Entwurfsmaschine, die Ideen strukturiert und kreative Varianten generiert. Parallel entwickelt er KI-basierte persönliche Tutoren, die Studierenden individuell durch seine Inhalte helfen. Der Tutor lernt seine Materialien („learn this yourself“) und übernimmt dann klassische Tutorenfunktionen: erklären, nachfragen, diagnostizieren, Feedback geben.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf KI-gestützter Leistungsbewertung: KI soll Essays analysieren, Rubrics anwenden und personalisiertes Feedback geben. Dabei prüft Bessant, wie KI Feedbackkultur entlasten und gleichzeitig qualitativ verbessern kann. Didaktisch experimentiert Prof. Bessant aktiv – im Sinne eines flipped classroom, gemeinsamer Lernexperimente mit Studierenden und dialogischer Interaktion in KI-gestützten Lernsettings.

Erfahrungen

  • KI unterstützt stark bei der Strukturierung und kreativen Aufbereitung von Lernmaterial.
  • Studierende nutzen KI produktiv, wenn sie gemeinsam mit Lehrenden reflektieren, wie und warum sie sie einsetzen.
  • KI eignet sich gut für differenziertes Feedback und erkennt typische Denkfehler in studentischen Arbeiten.
  • Besonders schwächere Studierende profitieren von der „Super-Tutor“-Funktion der KI.
  • Lernsettings werden dialogischer: Fragen der Studierenden nehmen zu und übertreffen teilweise die Komplexität der Lehrkraft – was zu inspirierenden Lernmomenten führt.

„It’s a conversational device… like having your own private tutor who pushes you in the right direction.“ – Prof. Dr. John Bessant

Erfolgskriterien

  • Verbesserte Lernmaterialien: KI generiert vielfältige Formate, die unterschiedliche Lernstile adressieren.
  • Mehr Personalisierung: Studierende erhalten kleinteilige, dialogische Unterstützung ohne Mehraufwand für Lehrende.
  • Effiziente Leistungsbewertung: KI hilft beim Erstellen von Feedback, ohne menschliche Qualitätsprüfung zu ersetzen.
  • Höhere Studierendenaktivität: Lernende bringen mehr Fragen ein und nutzen den Unterricht aktiver.
  • Niedrigschwellige Innovation: Lehrende können KI gefahrlos in kleinen Experimenten testen.

„Don’t be afraid to play. Try small experiments — that’s how we learn what this thing can do.“ – Prof. Dr. John Bessant

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